Autor: Thorsten

Peter Winkler in seiner Kaffeerösterei

Über Uns und unser Handwerk

Von Indien nach Erftstadt

Caffè Casolo ist der Kaffee der Firma Emport – Nahrung fürs Leben. Und er ist gewissermaßen die Wiege unserer gesamten Unternehmung. Denn es war der Bio-Kaffee aus dem süd-indischen Hochland, den Peter Winkler erstmals im Jahr 2004 von einer Reise zu einem Freund mitbrachte. Danach begab er sich Schritt für Schritt daran, die Bohnen zu einem liebevoll gerösteten Kaffee zu formen, während auch die Rösterei immer weiter Form annahm.

Süd-Italien in der DNA

Doch ein guter Röster fällt nicht einfach so vom Himmel. Deshalb ging es für Peter Winkler zunächst nach Italien, um bei erfahrenen Kaffeeröstern das Handwerk zu lernen. Der Ort war nicht zufällig gewählt. Der süd-italienische Kaffeestil prägt bis heute das Wesen von Caffè Casolo. Charaktervolle Kaffees mit schokoladigen Noten und wenig Säure gefallen auch uns selbst am besten. Und was dir selbst gefällt, das gelingt beim Rösten besonders gut. Dieses Herzblut und die Freude am Tun wurden auf diese Weise zu einer ganz natürlichen Qualitätssiegeln unserer Kaffees.

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Üben, üben, üben … 

Nach der Zeit in Italien brauchte es aber noch einige Stunden der Übung und so manchen Röst-Versuch, bis aus den hauseigenen Bohnen etwas kreiert war, das der eigenen, hohen Erwartung entsprach. Erfahrung macht eben viel aus, wenn du handwerklich und mit puristischen, traditionellen Mitteln röstest. Dafür kannst du die Bohnen umso feiner formen, auf Umstände reagieren und eine liebevolle Note in den Prozess hineingeben. Das tun wir bis heute.

Vom Kaffee zum Pfeffer und ganzen Gewürzwelten

Wie eine Kaffeepflanze, die sich im Schatten alter Urwaldbäume ihren richtigen Platz sucht und dann neue Früchte hervorbringt, so wuchs auch bei Peter, ganz organisch, etwas neues um das Kaffee-Projekt herum. Die neuen Früchte der Firma Emport waren weitere Bio-Lebensmittel von Orten, zu denen wir eine enge Verbindung pflegen. So gesellten sich zu den Kaffeebohnen erst Pfefferkörner hinzu, die von Ranken stammen, die Seite an Seite mit dem Kaffee wachsen. Später entwickelte sich daraus eine ganze Gewürz und Teevielfalt aus verschiedenen Regionen der Erde. Seinen Anfang nahm diese Geschichte aber im Herzensprojekt Kaffee, wodurch die Rösterei und Caffè Casolo einen besonderen Platz bei uns einnehmen.

Kleines Team, viel zu tun

Nicht nur das Sortiment wuchs, sondern auch die Zahl der Gesichter im Team. Längst röstet neben Peter Winkler auch sein Partner Moritz Delbeck mit der gleichen Leidenschaft unsere Bio-Kaffees. Dass die beiden Geschäftsführer von Emport sich bewusst die Zeit nehmen, um noch eigenhändig zu Rösten, ist eine Besonderheit, die wir uns so lange zu bewahren versuchen, wie es eben geht. Bei Emport und Caffè Casolo übernimmt ohnehin jede*r MitarbeiterIn eine Vielzahl vom Aufgaben. In einem familiären Team werden hier alle Arbeiten eines Bio-Lebensmittelimporteurs, -Verarbeiters und -Vermarkters bewältigt.

Zusammenschluss zweier Firmen

Die Kaffee-Rösterei befand sich zunächst auf dem Unteren Dützhof in Swisttal-Heimerzheim. Einem Ort, der geprägt war von der ayurvedischen Küche und Bildungsstädte von Ursula Schnell. Die Synergie der beiden Projekte rund um biologische Lebensmittel, Ernährung, Gewürze, Tee, Kaffee und Bewusstsein mündete 2021 im Zusammenschluss der Unternehmen.

Flutkatastrophe 2021

Noch im gleichen Jahr folgte ein für uns dramatischer und abenteuerlicher Abschnitt. Denn auch der Untere Dützhof war von der schweren Flutkatastrophe stark betroffen und die Rösterei, das Gewürzlager, Büroräume, Seminarbereiche, Küche und der Hofladen wurden allesamt von den Wassermassen zerstört. Mit einem großen Kraftakt, dem Urvertrauen in unsere Vision und der Unterstützung von Kunden und FreundInnen glückte in den kommenden Wochen ein Übergang, der auch ein Neuanfang war.

Erftstadts erste Kaffeerösterei

Nicht weit entfernt tat sich das neue Zuhause auf: Die gesamte Firma Emport zog nach Erftstadt-Liblar und mit ihr Caffè Casolo und die Bio-Rösterei. Für die meisten war es kein Umzug in die Fremde, denn im Team gibt es so manches Mitglied mit ur-erftstädtischen Wurzeln. Die bewegenden Umstände und unsere regionale Verbundenheit erscheinen dabei wie eine Wink des Schicksals. Heute sind wir Erftstadts erste Kaffeerösterei und rösten Caffè Casolo mit unvergänglicher Freude am Tun und freuen uns auf alle Abschnitte, die da kommen werden.

Von Händen und Zusammenhängen

Die „Hand“ im Wort Handwerk hat für uns eine zentrale Bedeutung. Denn es sind die Hände der Bauern und Pflücker, die die Kaffeekirschen mithilfe der Naturkräfte erst entstehen lassen und ernten. Es sind die Hände des Rösters, die das traditionelle Handwerk ausüben. Es sind die Hände der Mitarbeiter, die den Kaffee verpacken. Und auch im Sinnbild sind es zu jeder Zeit unsere Hände, die wir schützend über den ganzen Entstehungsprozess des Kaffees halten, den wir von Anfang bis Ende begleiten.

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Ökologischer Anbau und Handel

Herkunft: Natur

Im Süden Indiens wächst das heran, was später einmal zu Caffè Casolo und letztendlich zu Genuss und Mensch wird. Beziehungsweise es wachsen dort die Bäume, in deren Kirschen die Bohnen stecken, aus denen wir später unsere Bio-Kaffees rösten. Die ökologisch arbeitenden Bauern vor Ort lassen die Pflanzen zwischen Kräutern, Tieren und im Schatten alter Bäume wachsen. Denn dort fühlen sich die Kaffee-Pflanzen wohl. Der Ursprung unseres Kaffees ist also nicht bloß irgendeine Pflanze oder eine Bohne. Es ist die gesamte Natur mit ihren ökologischen Systemen und den Kreisläufen des Lebens, von denen auch wir letztendlich nur ein Teil sind. Künstliche Dünger oder chemischer Pflanzenschutz haben in diesen Systemen keinen Platz. Das zu respektieren und als Grundlage der eigenen Arbeit anzusehen, ist unser Anspruch.

Der richtige Preis: Über die Art unseres Handel(n)s

Von Hand werden nur die reifen Kirschen gepflückt und zur Weiterverarbeitung gegeben. Das heißt vereinfacht: waschen, schälen, trocknen und verpacken. Wir von Caffè Casolo und der Firma EMPORT möchten für unsere Kunden eine verlässliche Quelle für gute, echte Nahrung sein, auf die unsere Kunden vertrauen können. Zurecht steigt die Nachfrage nach fair und direkt gehandelten Produkten. Deshalb sind wir regelmäßig vor Ort und kaufen über Jahre hinweg bei den gleichen natürlich und ökologisch arbeitenden Bauern ein. Bei diesen regelmäßigen Besuchen sind die Bauern längst zu Freunden geworden. Solche Geschäftsbeziehungen bilden das Fundament für guten Handel. Heute und in Zukunft.

Das bedeutet auch: Wir kennen die Umstände vor Ort und die Schwierigkeiten, mit denen Kaffeebauern zu tun haben. Um Sicherheit zu schaffen, kaufen wir stets die gesamte Ernte ab. Aber Kaffee ist ein Produkt der Natur und das bedeutet, dass die Ernte niemals gleich groß ausfällt wie zuvor. Aus der Sicht der Bauern gibt es bessere und schwierigere Jahre. Gemeinsam entwickeln wir Lösungen. Das heißt auch, jedes Mal den richtigen Preis für alle Beteiligten zu finden, was die Endkunden mit einschließt.

Ohne Umweg zum Ziel

Der Rohkaffee wird bereits auf der Farm in Jutesäcke gepackt, auf denen das EMPORT-Logo zu sehen ist – Verwechslungsgefahr ausgeschlossen! Ohne Umwege und ohne Zwischenhändler gelangt der Kaffee dann auf dem Seeweg nach Europa und letztendlich auf den Unteren Dützhof in unsere Rösterei in Swisttal-Heimerzheim.

Hier verpacken wir ihn in unsere Tüten aus Kraftpapier. Wir sind froh, hier eine Lösung gefunden zu haben, die den Kaffee aromadicht umschließt und nur ein Minimum an Aluminium aufweist. Aber auch in diesem Gebiet sind wir noch nicht am Ende angekommen, sondern schauen uns um, entwickeln weiter und gehen mit der Zeit. Denn Wir wollen guten Kaffee produzieren und keinen vermeidbaren Müll. Deshalb freuen wir uns auch immer, wenn Kunden aus der Umgebung mit ihrer leeren Kaffeedose oder einem anderen Behältnis zu uns in die Rösterei kommen, um es direkt auffüllen zu lassen.

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Röstung und Geschmack

Traditionelle Röstung & süd-italienischer Geschmack

Caffè Casolo rösten und mischen wir genau so, wie er uns selbst am besten schmeckt. Dafür benutzen wir neben den verbreiteten Arabica-Bohnen auch die Sorte Robusta. Die von uns sehr geschätzten Eigenschaften des Robusta-Kaffees spielen für Casolo eine entscheidende Rolle: Durch sie entwickelt der Kaffee seinen vollmundigen, kräftigen Geschmack, der an dunkle Schokolade erinnert und dabei nur wenig Säure hat.

Wer schon einmal den in Süd-Italien typischen Kaffee gekostet hat, der weiß, wohin unsere Geschmacksreise geht. Oder besser gesagt bleibt. Denn manchmal ist Tradition nicht ohne Grund altbewährt. Wir besuchen auch regelmäßig Messen und kennen die Trends in der Kaffee-Szene mit ihren teils fruchtig-sauren und hell gerösteten Arabica-Sorten. Sie bestätigen uns eher darin, auf die eigene Zunge zu vertrauen.

Bio Kaffee röstet in Probat-Röster

Auch auf die Inneren Werte achten

Wir rösten ausschließlich handwerklich in der Trommel und im Langzeitverfahren. In überschaubaren Mengen können wir dabei genau die gewünschten Eigenschaften des Kaffees herausstellen. Auf diese Weise richtig „durchgegart“ wird der Kaffee zudem viel bekömmlicher. Anders als bei einer industriellen Röstung, in der riesige Mengen Kaffee verarbeitet werden. Durch enorme Hitze erhält die Bohne dabei von außen in kürzester Zeit ihre dunkle Farbe. Aber das rohe Innenleben der Bohne verspricht wenig guten Geschmack und eine Belastung für Magen und Darm. Denn auch auf die inneren Werte kommt es an.

Aus unterschiedlichen Röstprofilen entstehen so unsere hauseigenen Sorten:

Casolo „Espresso“: 2/3 Robusta, 1/3 Arabica. Dunkel geröstet und kräftig im Geschmack, bei wenig Säure und einer langanhaltenden Crema. Er eignet sich für alle Zubereitungsmethoden.

Casolo „Klassik“: 1/2 Robusta, 1/2 Arabica: Im Vergleich zum „Espresso“ etwas heller geröstet, dabei ausgewogen im Geschmack. Unsere Interpretation eines angenehmen Filterkaffees.

Frau trinkt genussvoll ihren Kaffee

Dein bester Kaffee für Zuhause

Caffè Casolo ist leicht zu handhaben. Man muss kein Profi-Barista sein und bereitet trotzdem zuverlässig sehr schöne und leckere Kaffeegetränke zu. Wer eine ensprechende Zubereitungsmethode wählt, wird auch immer eine satte und lang anhaltende Crema erhalten, die bei Casolo-Kaffee einfach dazugehört. Auch das verdanken wir unter anderem der Robusta-Bohne und ihrem geringen Öl-Anteil.

Und da wir schon wieder beim Robusta sind, hier für den einen oder anderen vielleicht noch ein Wort zur Robusta/Arabica-Diskussion: Lange Zeit versprach uns die Werbung hierzulande einen tollen Kaffee mit dem ultimativen Qualitätsmerkmal „100 % Arabica!“. 100% liest sich eben immer gut auf einer Packung und so diktierte uns ein altes Werbemärchen, was guten Kaffee ausmacht.

Doch Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden und deshalb lohnt sich ein Blick in die vielseitige Welt der Kaffeebohnen. Immer mehr Menschen wagen diesen Blick und so findet die vor allem in Asien sehr verbreitete Robusta-Bohne wieder vermehrt ihren Weg zu uns nach Europa.

Wer es mit den Unterschieden und Gemeinsamkeiten der beiden Bohnensorten ganz genau wissen möchte, der kann das in diesem gelungenen Blogbeitrag von Coffeeness nachlesen.

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